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Busse & Bahnen > Statistiken > Allgemein > Nummernschemata

Nummerierungen in Nahverkehrssystemen

Auf dieser Seite sind die Schemata, nach denen sich die Nummern der Linien und Tarifzonen des Schienenpersonennahverkehrs in Nordrhein-Westfalen sowie der Verkehrsverbünde VRR (Rhein-Ruhr), HVV (Hamburg) und MVV (München) zusammensetzen, kurz erklärt.

1. SPNV NRW
2. VRR
3. HVV
4. MVV
5. RMV

1. SPNV Nordrhein-Westfalen (mehr Infos: → NRW-Nahverkehr)

Liniennummern

Seit der Einführung des Integralen Taktfahrplans (ITF) in Nordrhein-Westfalen 1998 fahren die Züge des Nahverkehrs in festen Linien, die landeseinheitliche Nummern und Namen haben (allerdings bestehen die früheren Verkehrsverbünde weiterhin). Damit sind die Nummerierungen entfallen, die vorher innerhalb der Verkehrsverbünde VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) und VRS (Verkehrsverbund Rhein-Sieg) bestanden.

RegionalExpress: RE 1–19, 22, 29, 57, 60, 70, 78, 82, 99

Von 1 bis 19 sind die Linien nicht nach einem erkennbaren Schema numeriert. Die Nummern 1–4, 8 und 9 entstammen aber wohl noch dem früheren System des VRR, der RE 1 ist etwa aus der früher im VRR mit 10 bezeichneten Linie entstanden usw. Vereinzelt gibt es auch RegionalExpress-Linien mit Nummern über 20, diese kommen ebenso wie die der RegionalBahnen zustande (siehe dort).

RegionalBahn: RB xx

Die erste Ziffer gibt im Uhrzeigersinn die ungefähre Region an, in der die Linie verläuft. Als Mittelpunkte dieser gedachten Regionen kann man folgende Städte annehmen:

2 Köln, 3 Duisburg, 4 Essen, 5 Dortmund, 6 Münster, 7 Bielefeld, 8 Paderborn, 9 Siegen.

S-Bahn: S 1–13, 19, 28 und 68 (mehr Infos: S-Bahn-Linienpläne und -Statistiken)

Die Nummerierung der S-Bahnen hat sich 1998 nicht geändert, da alle Linien innerhalb der Verbünde Rhein-Sieg (S 6 Langenfeld–Horrem, S 11 Dormagen–Bergisch Gladbach, S 12, S 13) und Rhein-Ruhr (alle übrigen Streckenabschnitte) verlaufen. Die meisten Nummern waren schon in den 60er Jahren für das S-Bahn-Netz Rhein-Ruhr vorgesehen, das noch nicht völlig fertiggestellt ist. So sind zurzeit die S 4 von DO-Lütgendortmund nach Herne und die S13 von Troisdorf nach Bonn-Oberkassel in Planung. Die S 28 wird nicht mit S-Bahn-Wagen (sondern Dieseltriebwagen) gefahren und ist insofern keine „echte“ S-Bahn-Linie. Ebenso wird als S 7 inzwischen die dieselbetriebene Linie Wuppertal–Remscheid–Solingen bezeichnet. Hinzugekommen sind außerdem die S 68 (Verstärkerlinie auf Teilen der S 6 und S 8) und die S 19 (Verstärkerzüge Horrem–Hennef).

S-Bahn-Linien sind statt mit Namen durch Farben gekennzeichnet, die jedoch nur auf den nicht-elektronischen Anzeigetafeln an den Bahnhöfen zu finden sind (in den Netzplänen von VRR, VRS und dem Land NRW sind die Linien nur nach Zuggattung farblich unterschieden: RE rot, RB grün, S-Bahn orange).

Eine Systematik, nach der die Nummern vergeben sind, ist nicht zu erkennen. Jedoch kann man als Faustregel die Linien bestimmten Städten und damit Teilnetzen zuordnen, durch die sie verlaufen:

1–6 Essen/Dortmund, 6–11 Düsseldorf/Wuppertal, 11–13 Köln

Tarifzonennummern

Mit dem NRW-Tarif gibt es inzwischen einen landeseinheitlichen Tarif für alle Fahrten, die über die Grenzen der Verkehrsverbünde hinausgehen. Die Tarifzonen entsprechen darin den Gemeinden; die Nummern sind von den Nummern in den jeweiligen regionalen Verkehrsverbünden (Kooperationsräumen) mit dem Präfix des Kooperationsraums abgeleitet:

1 Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, 2 Verkehrsverbund Rhein-Sieg, 3 Aachener Verkehrsverbund, 4 Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe, 5 Verkehrsgemeinschaft Münsterland, 6 Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe, 7 Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter, 8 Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd


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2. Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) (mehr Infos: → VRR)

Liniennummern

SPNV: siehe NRW-Nahverkehr

Die Liniennummern der DB-Züge sind in das landesweite Schema des NRW-Nahverkehrs eingebunden (siehe dort). Vor der Einführung des ITF wurden die Liniennummern nach einem ähnlichen Schema wie unten beschrieben gebildet.

U-Bahn/Schnellbusse: U xx/SB xx

Schnellbusse („StädteSchnellBus“) und U-Bahnen („Stadtbahn“), haben eine zweistellige Nummer mit vorangestelltem SB bzw. U (z.B. SB 28, U 35). Die erste Ziffer dieser Nummer folgt dem Schema, das auch für Stadtlinien gilt, wobei beim Schnellbus Ausnahmen bestehen (SB 83/85/86/88 im Kreis Viersen, SB 50 in Düsseldorf).

Nachtbusse: NE x, NE xx

Außerdem gibt es Nachtbus („NachtExpress“ [NE])-Linien. Bei NE-Linien hat jeder Verkehrsbetrieb eigene ein- oder zweistellige Nummern, so dass die Nummerierung nicht eindeutig ist (z.B. gibt es in Essen, Bochum, Dortmund und Recklinghausen jeweils einen NE 1).

Stadtlinien: xxx

Die meisten anderen Liniennummern gehorchen folgendem Schema: Die erste Ziffer gibt die Stadt bzw. den Landkreis an, in dem sich die Linie befindet. Dabei sind die Nummern von Essen aus im Uhrzeigersinn vergeben:

1 Essen, Mülheim (Ruhr)

2 Bottrop, Kreis Recklinghausen

3 Herne, Gelsenkirchen, Bochum(, Hattingen, Sprockhövel, Witten)

4 Dortmund

5 Hagen, Ennepe-Ruhr-Kreis

6 Wuppertal, Solingen, Remscheid

7 Düsseldorf, Kreis Mettmann

8 Kreis Neuss

9 Duisburg, Oberhausen

0 Mönchengladbach, Krefeld, Kreis Viersen

ohne Nummer (zweistellig) Kreis Wesel, Kreis Kleve (ex-VGN)

Die Straßenbahnen, falls im jeweiligen Gebiet vorhanden, haben dabei traditionell die niedrigen Nummern (z.B. 101, 302, 404, 707, 901). Manchmal gehorcht auch die zweite Ziffer einem Schema, so gibt sie bei Dortmunder Linien den Stadtteil an. Im Fahrplanbereich 2 kann man daran teilweise die Stadt erkennen (22x Marl, 23x Recklinghausen/Oer-Erkenschwick, 24x Herten/GE-Buer, 25x Gladbeck, 26x Bottrop, 27x Dorsten/Haltern, 28x Datteln/Waltrop).

Tarifzonennummern

Tarifgebiete: xx, Waben: xxy

Der VRR ist in Tarifgebiete eingeteilt. Ein Tarifgebiet umfasst eine mittelgroße oder mehrere kleine Städte. Die Städte Düsseldorf, Duisburg, Essen, Dortmund und Wuppertal sind in je zwei Tarifgebiete eingeteilt. Die Tarifgebiete sind wiederum in Waben unterteilt, die jeweils einen Stadtteil oder eine kleinere Stadt umfassen. Für die Fahrpreisberechnung sind hauptsächlich die Tarifgebiete wichtig, eine Ausnahme gibt es nur zwischen zwei angrenzenden Waben zweier Tarifgebiete.

Die Tarifgebiete sind in einer Art Matrixsystem numeriert, d.h. die erste Ziffer der zweistelligen Nummer gibt die „Zeile“ an, die zweite die „Spalte“, wobei die Ziffern nach Süden bzw. Osten zunehmen (45=Essen Süd liegt also südlicher als 15=Marl, 36=Bochum östlicher als 32=Krefeld). Da der Verbundraum nicht rechteckig ist, sind nicht alle Nummern fortlaufend vergeben. Außerdem wurde bei der Integration der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein das Prinzip durchbrochen, da nicht genug passende Nummern frei waren. Die dortigen Tarifgebiete tragen größtenteils mit 7 und 8 beginnende Nummern.

Die Waben haben dreistellige Nummern, deren erste beide Ziffern immer das Tarifgebiet angeben. Die zentrale Wabe eines Tarifgebiets hat immer die 0 am Ende (150 Marl Mitte), dann werden zunächst die geraden Endziffern vergeben. Waben mit ungeraden Endziffern (057 Dorsten-Deuten, 059 Dorsten-Lembeck) gibt es also seltener als Waben mit geraden Endziffern (050 Dorsten Mitte, 052 Dorsten-Wulfen, 054 Dorsten-Hervest, 056 Dorsten-Altendorf, 058 Dorsten-Rhade).

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3. Hamburger Verkehrsverbund (HVV) (mehr Infos: Themenseite Hamburg, → HVV)

Liniennummern

S-Bahn: 1, 2, 3, 11, 21, 31

Im HVV gibt es 6 S-Bahn-Linien den oben genannten Nummern. Die Linien 1, 2 und 3 sind die Hauptlinien des „echten“ (mit Gleichstrom betriebenen) S-Bahn-Netzes über den Innenstadttunnel Hauptbahnhof–Landungsbrücken–Reeperbahn–Altona. Die Linien 11, 21 und 31 sind ihre Pendants, die die gleichen Außenstrecken befahren, aber in der Innenstadt den „klassischen“ Weg über den Dammtorbahnhof nehmen. Jede dieser drei Liniengruppen hat ihre eigene Kennfarbe: S 1/S 11 die „klassische“ S-Bahn-Farbe Grün, S 2/S 21 braun, S 3/S 31 violett.

Die nur zeitweilig verkehrenden S-Bahn-Linien – das sind die S 2, S 11 und Abschnitte der S 31 – sind im Netzplan nur an ihren jeweiligen Endstationen aufgeführt, und zwar mit farbiger Schrift auf weißem Grund (umgekehrt wie bei den ständig verkehrenden Linien).

Die Züge auf den Strecken Hauptbahnhof–Ahrensburg und Altona–Pinneberg–Elmshorn wurden früher als S 4 bzw. S 5 bezeichnet, obwohl sie nicht zum Gleichstrom-S-Bahn-Netz gehören (heute R 10 bzw. R 60/ R 70). Weitere Nahverkehrszüge, die sich an die Linien S 3 bzw. S 21 anschließen, trugen im Fahrplan die Bezeichnungen „zu S 3“ und „zu S 21“ (heute R 30/ R 40 bzw. R 20).

Regionalzüge: R xx

Seit der Norderweiterung des HVV werden alle Bahnlinien, die nicht zur U-, S- oder A-Bahn gehören, mit „R“ bezeichnet. Dabei werden die Linien im Uhrzeigersinn nummeriert (beginnend bei der R 10 nach Ahrensburg) und mit schwarzer Farbe im Netzplan gekennzeichnet.

U-Bahn: U 1–4

Wie bei der S-Bahn ist auch hier die Kennfarbe der Linie 1 (dunkelblau) die „eigentliche“ Kennfarbe des Verkehrssystems. Die anderen beiden Linien verwenden deutlich unterschiedliche Farben (U 2 rot, U 3 gelb, U 4 blaugrau)

A-Bahn: A 1–3

Als „A-Bahn“ werden die dieselbetriebenen Linien der Eisenbahn-AG Altona-Kaltenkirchen-Neumünster (AKN) bezeichnet, deren Stammstrecken innerhalb des HVV liegen. Ihre Kennfarbe im Netzplan ist orange.

Schnellbusse: 3x, 4x

Die zuschlagpflichtigen Schnellbusse haben zweistellige Nummern: 31, 34–37, 39, 48, 49

Die Linie 39 verläuft tangential um die Innenstadt, die anderen Linien radial. Linie 48 ist ein spezieller Kleinbus, der die Steigungen in Blankenese abfährt.

Hafenfähren: 6x, 7x

zweistellige Nummern: 61, 62, 64, 72, 73, 75

MetroBus: x, 1x, 2x

Seit dem 10. Juni 2001 gibt es das neue MetroBus-Netz, das die besonders stark frequentierten Relationen bedient. Die Linien haben ein- und zweistellige Nummern und eine zugeordnete Farbe im MetroBus-Linienplan. Die Nummern 1–15 kennzeichnen radiale, die Nummern 20–27 tangentiale Linien.

Buslinien: Exx, 1xx–5xx

haben im „alten“ HVV-Raum, also in Hamburg und der unmittelbaren Umgebung, dreistellige Nummern, wobei die Liniennummern im Fahrplan nach den letzten beiden Ziffern sortiert sind, die die „Liniengruppe“ angeben. Die Linie mit der Nummer 1xx ist die jeweilige Stammlinie, Linien mit höheren Anfangsziffern (2xx, 3xx, Anfangsziffern ≥ 3 sind selten) haben ähnliche Linienwege wie die Linie 1xx oder schließen sich Richtung Umland an. Für die Vergabe der beiden Endziffern gibt es keine festen Regeln, allerdings halten oft Linien mit aufeinanderfolgenden Endziffern am selben Umsteigepunkt (z.B. 160–165 in Wandsbek Markt). Steht ein „E“ an erster Stelle, handelt es sich um so genannte Eilbusse, die zur Hauptverkehrszeit Nachfrageschwerpunkte auf direktem Weg mit dem Schnellbahnnetz verbinden.

Nachtbusse: 6xx

haben dreistellige mit 6 beginnende Nummern. Die Linie 600 ist eine Tangentiallinie, die Linien 601–610 gehen radial vom zentralen Umsteigepunkt Rathausmarkt aus und sind im Uhrzeigersinn durchnumeriert (beginnend bei 601 Richtung Wedel). Linien mit einer 1, 2 oder 3 als zweite Ziffer schließen sich in den Vororten an die zugehörigen Radiallinien an (z.B. 618 an 608 usw.). Linien mit 4 als zweiter Ziffer gehen von Harburg aus.

Tarifzonennummern: xxx

Die Tarifzonen (die teilweise nur für die Ermittlung des Zeitkartentarifs wichtig sind) sind nach einem radialen System numeriert:

Die erste Ziffer gibt die Entfernung von der City (Tarifzone 000) an, die dritte die Lage auf dem gedachten Kreis, wobei von Westen ausgehend im Uhrzeigersinn nummeriert wird. Die zweite Ziffer ist im inneren Bereich immer 0, weiter außen spalten sich die Gebiete dann auf in z.B. 807 und 817. Die Tarifzonen sind nach ihrer ersten Ziffer zu Tarifringen zusammengefasst: 0–2 Tarifring A, 3-5 B (A+B=Großbereich Hamburg), 6 C, 7 D, 8-9 E.

Beispiele:

101 Altona

301 Blankenese

308 Harburg

505 Ahrensburg

515 Stapelfeld

506 Bergedorf

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4. Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) (mehr Infos: → MVV)

Liniennummern

S-Bahn: S x, S 20

Die Linien sind nach ihren westlichen Linienästen im Gegenuhrzeigersinn durchnummeriert – eine Ausnahme stellt inzwischen die S8 dar, die die S4 zwischen Geltendorf und Pasing ersetzt hat. Die S 20 ist eine Verstärkungslinie, die nur zur Hauptverkehrszeit eingesetzt wird. Jede Linie hat ihre eigene Kennfarbe. Der MVV-Tarif gilt noch auf weiteren Regionalzugstrecken, diese haben jedoch keine Nummern.

U-Bahn: U x

U 1/2 (ursprünglich U 8/1), U 3/6 und U 4/5 (ursprünglich U 5/9) bilden jeweils eine Liniengruppe, da sie im Innenstadtbereich parallel verlaufen und sich erst am Stadtrand in je zwei Äste aufteilen. U 7 und U 8 sind linienübergreifende Verstärkerlinien.

Straßenbahn: xx

zweistellige Nummern: 12, 15–23, 25, 27

Stadtbus: xx, 1xx

zweistellige Nummern ab 31, Linien mit vorangestellter 1 sind (ähnlich wie in Hamburg) ergänzende Linien (z.B. 191 zu 91) und demzufolge im Fahrplan direkt nach den zugehörigen Hauptlinien eingeordnet. Es gibt auch einige Liniennummern, die nur mit vorangestellter 1 existieren (z.B. 192). Wie in Hamburg ist ansonsten ein klares System nicht zu erkennen, Linien mit aufeinanderfolgenden Nummern halten aber häufig am selben Umsteigepunkt (z.B. 88–90 am Arabellapark). Auch in München werden einige Linien als Metrobuslinien mit besonderen Qualitätsstandards bezeichnet, diese haben jedoch keine besonderen Liniennummern. Als Einzelstück gibt es noch die Expressbuslinie X30, die die Innenstadt südlich umfährt.

Regionalbus: xxx

dreistellige Nummern, wobei die erste Ziffer den Landkreis angibt. Die zum MVV gehörigen Landkreise sind im Gegenuhrzeigersinn numeriert:

2 München

3 Bad Tölz-Wolfratshausen

4 Ebersberg

5 Erding

6 Freising

7 Dachau

8 Fürstenfeldbruck

9 Starnberg

Nachtlinien: Nxx

haben eine zweistellige Nummer mit vorangestelltem N. Die Nummern der Nachtstraßenbahnen entsprechen im Wesentlichen denen der tagsüber verkehrenden Straßenbahnlinien, z.B. N19. Nachtbuslinien haben entsprechend Nummern ≥ 30.

Tarifzonennummern: Farben

Nach einer Vereinfachung des Zonensystems gibt es zur Ermittlung des Fahrpreises bei Zeitfahrausweisen nur noch 16 Ringe (konzentrische Kreisringe um die Münchner Innenstadt). Jeweils 4 davon werden zu einer Zone zusammengefasst, die für die Tarifermittlung im Barverkauf maßgebend sind. Zonen sind nicht durch Nummern, sondern durch Farben gekennzeichnet (von innen nach außen weiß, grün, gelb, rot).

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5. Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) (mehr Infos: → RMV)

Der RMV hat 1995 den Frankfurter Verkehrsverbund (FVV) abgelöst. Seine Fläche umfasst etwa zwei Drittel Hessens, jedoch kann man bei der Liniennummerierung noch heute eine Konzentration auf Frankfurt bemerken, unter anderem weil es nur dort eine S- und U-Bahn gibt.

Liniennummern

SPNV: RE/SE/RB xx

Die Regionalzuglinien sind zweistellig nummeriert, wobei die erste Ziffer von Frankfurt aus im Uhrzeigersinn vergeben wird, beginnend mit der SE 10 Richtung Wiesbaden/Koblenz. Die x0 stellt dabei jeweils die Hauptlinie dar, andere Endziffern Neben- oder Querlinien. Der RMV nutzt noch den Begriff des „StadtExpress“ als Produkt zwischen RE und RB, den die DB bereits vor längerer Zeit abgeschafft hat.

S-Bahn: S x

Die S-Bahnen im Frankfurter Raum sind nach ihren nordwestlichen Endstationen im Uhrzeigersinn durchnummeriert. Dazu kommen noch die S 7 , S 8 und S 9, die von Südwesten (Riedstadt-Goddelau und Wiesbaden über Mainz und Flughafen) kommen.

U-Bahn: U x

Die U-Bahnen in Frankfurt Raum sind nach ihren Stammstrecken nummeriert: U 1/2/3 fahren auf der Nord-Süd-Strecke (A-Strecke), U 4/5 von Südwest nach Nordost (B-Strecke) und U 6/7 auf der Ost-West-Strecke (C-Strecke). Früher kam der Buchstabe der Stammstrecke auch in der Liniennummer vor, z.B. hieß die U 1 früher A 1 und die U 5 hieß B 1.

Straßenbahn/Bus: xx, xxx

Im RMV gibt es kein verbundweites Nummernschema für Bus- und Straßenbahnlinien. Häufig werden ein- oder zweistellige Nummern verwendet, in Landkreisen teilweise mit dem vorangestellten Kennzeichen (z.B. MKK-81). Eine Besonderheit in Darmstadt ist, dass Buslinien Buchstaben nach ihrer (früheren) Endstation tragen (z.B. Linie U nach Urberach).

Tarifzonennummern

Tarifzonennummern im RMV sind vierstellig. Auf xx00 endende Nummern geben das Gesamttarifgebiet (A-Tarifgebiet) an, die noch einmal in A0-Tarifgebiete untergliedert sind. Beispielsweise gibt es im A-Tarifgebiet 3600 die A0-Tarifgebiete 3601 Offenbach und 3690 Obertshausen. Die Nummerierung der A-Tarifgebiete beginnt im Nordwesten (0100 Biedenkopf) und folgt dann einem „mäandrierenden“ Weg durch das RMV-Gebiet bis 6600 Hofheim im Südwesten. Höhere Nummern gehören zu Übergangstarifgebieten zu anderen Verbünden, z.B. 9000 bis 9400 Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain VAB).

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Letzte Änderung dieser Seite: 08.05.2016